POLLICHIA
Verein für Naturforschung und Landespflege e.V.
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Georg von Neumayer Stiftung

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POLLICHIA-Geschäftsstelle

Haus der Artenvielfalt
Erfurter Straße 7
67433 Neustadt a. d. Weinstraße
Tel.: (0 63 21) 92 17 68
Fax: (0 63 21) 92 17 76
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AK Astronomie

Christian Wersig (Arbeitskreisleiter)
Tel.: (06322) 9 48 28 64
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Herbert Dressler (Organisation Himmelsbeobachtungen)
Tel.: (06324) 98 94 33
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Unter der Rubrik "Download" finden Sie zahlreiche Literaturhinweise und Artikel (pdf-Dateien) aus unserer Vereinszeitschrift, dem POLLICHIA-Kurier. Die Beiträge sind nach Arbeitskreisen geordnet und aufgelistet.

 

Aktivitäten des AK-Astronomie

Wir bieten folgende Programme an:

1.) Jeden 2. Donnerstag im Monat ein Treffen der Arbeitsgruppe "Astrophysik und Himmelsmechanik". (Runder Tisch)

2.) Einmal im Monat Beobachtung des Sternenhimmels

3.) Beobachtungen der Sonne

4.) Besondere astronomische Ereignisse (Kometen, Sonnen- und Mondfinsternisse, ...) werden gesondert bekanntgegeben.

Alle Veranstaltungen werden auf der Webseite www.pollichia.de/index.php/arbeitskreise/astronomie bekanntgegeben.

Sternbeobachtungen 2019

Sternbeobachtungen: Ballonfahrerplatz Wachenheim (zwischen Wachenheim und Friedelsheim), Nordostecke, Ballonfahrerplatz oder auf dem Parkplatz der Pferderennbahn in Hassloch.

 

DatumZeitOrt
     
04.01.2019  18:00 Uhr  Haßloch
01.02.2019  18:30 Uhr Wachenheim
01.03.2019  19:00 Uhr Haßloch
05.04.2019  20:30 Uhr MESZ
Wachenheim
03.05.2019  21:30 Uhr MESZ
 Haßloch
Sommerpause: Die Nächte sind zu hell.
 
30.08.2019  20:30 Uhr MESZ
Haßloch
27.09.2019  20:00 Uhr MESZ
Wachenheim
25.10.2019  19:00 Uhr MESZ
Haßloch
22.11.2019  18:30 Uhr Wachenheim
20.12.2019  18:00 Uhr Haßloch

 Aktualisierte Angaben zu den Beobachtungsterminen finden Sie auf der Homepage http://dressler-hassloch.de/astro.

 

Sonnenbeobachtungen 2019

Noch keine Termine für 2019 festgelegt.

 

Vorträge 2019

Jeweils 19:30 Uhr Pfalzmuseum für Naturkunde, Bad Dürkheim

 

Datum Thema Referent
10.01.2019 Polarlichter und andere Himmelserscheinungen Monika Maintz
07.02.2019 Anregen nicht aufregen: Ist die Astronomie von Westen nach Osten gewandert? Teil 1 Otto Schmid
07.03.2019 Anregen nicht aufregen: Ist die Astronomie von Westen nach Osten gewandert? Teil 2 Otto Schmid
04.04.2019 "TOTAS - ein Amateur-Asteroidensuchprojekt auf Teneriffa" Matthias Busch
02.05.2019 Exoplaneten - ferne Welten Carolin Liefke
06.06.2019 Die Mondfinsternis-Triade 2018/19 Elmar Schmidt

Der Astronomische Arbeitskreis lädt zu einem Vortragsabend
im Pollichia-Museum in Bad Dürkheim ein.
Am Donnerstag, den 04. April 2019 um 19:30 Uhr hält Herr Matthias Busch von der Starkenburg-Sternwarte Heppenheim einen Vortrag mit dem Titel:

TOTAS - Amateure suchen Asteroiden von Teneriffa aus

Der Referent Herr Matthias Busch beobachtet bereits seit 1995 an der Heppenheimer Starkenburg-Sternwarte Asteroiden. Dort entwickelte er als Informatiker auch ein automatisches Suchprogramm, welches Asteroiden aufspüren sollte. 2009 hatte er die Gelegenheit, zusammen mit Rainer Kresken an einem Profi-Teleskop der ESA auf Teneriffa zu beobachten. Kurzerhand wurde das Programm angepasst und in 4 Nächten über 80 Asteroiden entdeckt! Seit 2010 läuft daher diese Asteroidensuche nun im Rahmen des normalen ESA-Beobachtungsprogramms (immer 4 Nächte bei Neumond) unter dem Namen TOTAS = (Teide Observatory Tenerife Asteroid Survey) sehr erfolgreich auf Teneriffa. Über das Internet macht ein ganzes Team von Hobby-Astronomen bei der Auswertung mit. Der Referent wird im Vortrag auch seine selbstentwickelte Astronomie-Software "EasySky" zum Einsatz bringen. Zu diesem Thema laden wir alle an Astronomie Interessierte ein, zu dem Vortragsabend zu kommen. Der Eintritt ist frei.



Eine Reise durch unser Sonnensystem

Teil 3a: Die Erde – Kind der Sonne

die Erde, der größte und beeindruckendste der 4 terrestrischen Planeten ist von der Sonne aus betrachtet der dritte Planet. Die Entfernung zur Sonne beträgt im Perihel 147,09 Mio. km und im Aphel 152,10 Mio. km. An diesen Zahlen erkennt man schon die fast kreisrunde Umlaufbahn des blauen Planeten.

Aber wie weit ist das und wie kann man die Größenverhältnisse verstehen? Wäre die Sonne eine Grapefruit, dann würde die Erde als Kugel der Kugelschreibermine in 15 Metern Entfernung in einem Jahr um die Grapefruit kreisen.

Der Abstand zur Sonne und die Art ihrer Strahlung sind es auch, die das Leben ermöglicht haben. Wir befinden uns inmitten der habitablen Zone unserer Sonne. Wobei sich habitable Zonen sehr verschieden definieren können, je nachdem welche lebenswichtigen Parameter zu Rate gezogen werden. Im Allgemeinen wird das Vorhandensein flüssigen Wassers als wichtigste Voraussetzung für die Entstehung und Erhaltung von Leben angesehen. Flüssiges Wasser ist unter anderem abhängig von der Temperatur der Planetenoberfläche, von der Masse, dem Magnetfeld und der Albedo des Planeten sowie der Leuchtkraft des Sterns - in unserem Fall die Sonne.

Aber es gibt noch unzählige andere Parameter, die die habitable Zonen beeinträchtigen können, so z. B. die kosmische Umgebung, die weder Supernovae noch Quasare und Neutronensterne bereithalten darf. Gleichzeitig müssen in diesem kosmische Bereich aber schon Generationen von Sternen entstanden und in riesigen Supernovae vergangen sein, um dem zukünftigen Leben alle lebensnotwendigen Elemente zur Verfügung stellen zu können. Auch muss sich der Stern in einem ruhigen Stadium seines Lebens befinden.

Die essentiellen Mengenelemente für den Menschen sind Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel und die essentiellen Spurenelemente sind Kobalt, Eisen, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Silicium und Zink. Bei anderen Spurenelementen sind sich die Wissenschaftler noch nicht sicher. Nehmen wir noch Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff als wichtige Elemente hinzu, ist schon ein großer Teil aller bekannten Elemente aufgezählt. Daran sieht man, wie ausgeklügelt das System sein muss, in dem Leben entstehen könnte. Die habitable Zone um einen Stern und auch die habitable Zone in einer Galaxie besagen nämlich nur, dass grundsätzlich Leben möglich sein könnte - nicht dass es wirklich existiert.

Offensichtlich haben also Sonne und Erde alles richtig gemacht, sonst gäbe es uns nicht und niemand könnte die Frage stellen, wie die Erde überhaupt entstand.

Die Sonne entstand vor ca. 4,6 Milliarden Jahren mit ihrem Planetensystem aus einer sich verdichtenden, rotierenden Staub- und Gasscheibe, die bereits alle Elemente enthielt. Die Hauptzutat war dabei der Wasserstoff, zusammen mit Helium sprechen wir bereits von 99% der gesamten Materie unseres Sonnensystems.

Die restlichen 1% teilen sich Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Neon, Magnesium, Silicium, Eisen, Schwefel, Argon, Aluminium, Calcium, Natrium, Nickel, Chrom, Phosphor, Mangan, Chlor, Kalium, Titan, Fluor, Kobalt, Zink, Kupfer, Bor um nur die „Hauptzutaten“, der nur in Spuren vorkommenden Elemente zu nennen, die sich zu winzigen Staubteilchen und Molekülen zusammen fanden.

Die Materiewolke zog sich auf Grund der eigenen Schwerkraft zusammen und verdichtete sich. In mehreren Globulen entstanden daraus Sterne, die Sonne und ihre Schwestern. Fast die gesamte Materie unserer Globule stürzte auf Grund der Gravitation in das Zentrum und bildete dort den Protostern, der weiter kollabierte bis der Kernfusionsprozess gezündet wurde und unsere Sonne entstanden war. Der Sonnenwind sorgte nach und nach dafür, dass das gesamte Sonnensystem „staubfrei“ geblasen wurde.

Die schneller werdende Rotation führte auf der anderen Seite zu einer Abflachung der protoplanetaren Scheibe in den Außenbezirken. Hier führte die Kondensation und die Verklumpung von Staubteilchen (Koagulation) zur Bildung von Planetesimalen. Wie Schneebälle, die den Hang herunterrollen, sammeln diese immer mehr Material auf, das ihren Weg um die Sonne kreuzt. Es beginnt ein Wettlauf. Die Brocken mit der größten Masse haben beste Chancen, mit steigender Anziehungskraft noch größer zu werden. Man geht davon aus, dass nur 100.000 Jahre nötig waren, um planetare Körper von der Größe des Mars zu bilden.

Während der Kondensation tritt eine Fraktionierung ein, d. h. beim „Ausfrieren“ sortieren sich die Stoffe entsprechend ihrer Dichte sowohl im kleinen als auch im großen Maßstab, d. h. außen in der Scheibe entstehen die späteren Gasriesen und innen entstehen die terrestrischen Planeten. Die Kondensation von Aluminiumoxid, Silikaten, Eisen, Magnesium, Kupfer konnte bei Temperaturen von 1700 bis 1000 Kelvin d. h. viel näher an der Sonne stattfinden. Während die Kondensation von Ammoniakhydrat, Methanhydrat und festem Methan erst bei Temperaturen unter 180 Kelvin stattfand, d. h. sehr viel weiter weg von der Sonne im kalten Weltraum.

Diese Sortierung der Bestandteile findet sich auch in den Planeten wieder. Schwerere Elemente wie z. B. Eisen haben das Bestreben zum Mittelpunkt vorzudringen, was z. B. bei aufgeschmolzenem Gestein möglich ist. Leichte Elemente und Moleküle z. B. Gase bilden evtl. Atmosphären, wenn die weiteren Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Den Prozess der Erdentstehung darf man sich nicht geradlinig vorstellen. Die Kollisionen waren nicht immer friedlich, bei jeder Kollision entstand Hitze, herausgeschleudertes Material, schmelzendes Gestein, eine Gluthölle, die sich auf Grund der relativen Nähe zur Sonne nur langsam abkühlte.

Nach der Kollisionstheorie der Mondentstehung, die nicht unumstritten ist, kollidierte vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein Protoplanet namens Theia mit der Erde. Der Aufprall soll seitlich erfolgt sein und hat vermutlich dazu geführt, dass ein großer Teil beider Oberflächen in die Umlaufbahn geschleudert wurden, woraus sich später der Mond formte, der noch eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte der Erde spielen wird…

Vor uns sehen wir einen brodelnden Glutofen, der sich schnell dreht mit einem riesigen engen Begleiter, der ihn auf Grund der Schwerkraft durchknetet. Was kann dort anderes übrigbleiben als Steine und Asche? So hätte zu diesem Zeitpunkt ihrer Entstehung wohl kaum ein außerirdischer Beobachter je ahnen können, wie wunderschön dieser blaue Planet Erde einst werden würde.

Regine Seewaldt



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Hier präsentiert der AK  neue Fotos

Die Aufnahmen stammen  von unserem Sternenfreund Armin Ressin. Weitere interessante Aufnahmen finden Sie auch auf seiner Homepage.

M81


IC 1396a (Elefantenrüssel)